Baumpflanzaktion am 24. April 2021 in Altenberg und Anjahmabe

Während der Corona-Pandemie müssen viele Freiwilligen-Projekte leiden und es ist wirklich schwierig, überhaupt noch Aktionen für die gute Sache durchzuführen. Uns ist dies trotzdem gelungen und wir konnten am 24. April endlich wieder zusammen Bäume pflanzen – in Deutschland und Madagaskar!

Unsere Aktion in Anjahambe im Analasoa-Wald

Der Analasoa-Club im madagassischen Regenwald-Ort forstet nun schon seit einigen Jahren immer wieder den kleinen Restregenwald Analasoa auf und kümmert sich um die Pflege der dortigen Natur. So auch am 24. April 2021, ein Tag vor dem „internationalen Tag des Baumes“ und zwei Tage nach dem „Earth-Day“.

Die Schüler*innen machten sich mit Setzlingen aus der Baumschule auf den Weg zum Waldrand, um dort die Natur und den Lebensraum vieler einzigartiger Tiere um einige neue Bäume zu bereichern. Die vielen Tiere und Pflanzen werden es ihnen Danken und auch die Menschen in Anjahambe profitieren davon, den Regenwald als Ort für Erholung, Entspannung und nachhaltigen Wirtschaftsraum zu erhalten.

Unsere Aktion in Altenberg am Kahleberg

Das Bäumchen pflanzen am Kahleberg sollte eigentlich schon ein Jahr vor dem jetzigen Termin stattfinden, allerdings machte uns damals die noch neue Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Danach wollten wir im Herbst 2020 pflanzen gehen – und mussten diesen Termin wieder absagen. Jetzt war es endlich so weit und wir konnten unser Projekt verwirklichen. Dazu sind nicht nur viele Mitglieder*innen der Madagaskar AG, sondern auch Helfende Kräfte von Sachsenforst und etliche andere Freiwillige erschienen. In kleinen Gruppen wurden nach dem Prinzip der Arbeitsteilung die einzelnen benötigten Schritte je nach Lust und Kraft verteilt, sodass jede*r Spaß an der Arbeit hatte.

Bild aufgenommen von Christoph Dunger

Am Kahleberg findet man viele Fichten Monokulturen, welche zwar für die Forstwirtschaft kurzfristigen Profit bringen, auf lange Sicht jedoch anfälliger für Krankheiten und auch nicht förderlich für die Biodiversität sind. Aus diesem Grund haben wir jetzt zwischen junge Fichten noch insgesamt 1000 Ebereschen gepflanzt. Die auch als Vogelbeerbäume bekannten, im Osterzgebirge heimischen Pflanzen sind vor allem auch wichtig für die wenigen Birkhühner, die im Osterzgebirge heimisch sind. Sie finden ihr Futter an den von uns gepflanzten Bäumchen. Damit die hungrigen Rehe sich nicht auch an den Setzlingen bedienen, haben wir die frischen Knospen mit Schafswolle umwickelt, welche als biologisch abbaubarer Rohstoff die Pflanze beim anwachsen schützt und dann von selbst abgeht.

Bild aufgenommen von Christoph Dunger

Nach einer Einweisung durch den Revierförster Eckhard Heinze und unseren Organisator Jens Weber mussten wir für die insgesamt 1000 Vogelbeerbaum-Setzlinge   zuerst Löcher zwischen den schon dastehenden Fichten-Bäumchen in den steinigen Kahleberg-Boden hacken und graben, was durchaus für Anstrengungen aller Arbeitenden sorgte. Große Steine blockierten oft das einfache Arbeiten, aber davon ließen wir uns natürlich nicht aufhalten.

Ist das Loch erst einmal gegraben, wird ein kleiner, nur astgroßer Setzling vom Sachsenforst in die Kuhle gesetzt und zusammen mit nährstoffreicher Kompost-Erde aus dem Bielatal eingegraben.

Zwischendurch gab es zur Mittagszeit auch ein Mittagessen für alle Beteiligten, bei dem noch einmal alle Kraft für die restliche Arbeit tanken konnten.

Am Ende des Tages waren die 1000 Bäume alle eingepflanzt und wir können nun glücklich von uns sagen, den Birkhühnern geholfen und die Biodiversität gefördert zu haben.

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an alle engagierten Umweltschützer*innen für diesen tollen Pflanzeinsatz.

Die Natur wird es uns danken!

Gruppenbild vor dem noch wachsenden Wald mit den gepflanzten Ebereschen

Von unserer Aktion am Kahleberg wurde auch noch hier geschrieben: