Folgen des Zyklons „Enawo“

Am 07. und 08. März 2017 fegte der Zyklon „Enawo“ mit Windstärken bis zu 290 Stundenkilometern über Madagaskar. Bei dem Unwetter kam es zu schweren Sturmschäden und Überschwemmungen. Fast 80 Menschen kamen dabei ums Leben, zehntausende verloren ihr Dach über dem Kopf.

Der Sturm traf am Dienstag dem 7. März nördlich der Halbinsel Masoala auf das madagassische Festland und zog dann in südliche Richtung weiter bis zur Hauptstadt Antananarivo. Danach hatte er sich soweit abgeschwächt, dass der Zyklon zu einem Tropentief heruntergestuft wurde.

Bei dem Unwetter war auch der Projektstandort Anjahambe (Vavatenina) betroffen. Der Fluss Manongory, an dessen Ufer Anjahambe liegt, trat über die Ufer und beschädigte einige Häuser.

Das gerade fertig gestellte Bibliotheksgebäude hielt dem Sturm stand und auch die Solaranlage auf dem Dach überstand den Zyklon unbeschadet. Da das Haus an einem recht steilen Hang gebaut ist und die bebaute Fläche noch nicht wieder begrünt werden konnte, hatten Verantwortliche die Befürchtung, dass das Gebäude von Erosion bedroht sein könnte. Diese Befürchtungen bewahrheiteten sich aber nicht. Nur an der Rückseite des Hauses gab es einen kleinen Erdrutsch, der aber bereits beseitigt wurde.

Auf der Aufforstungsfläche wurden einige Cassia-Bäume durch den Zyklon umgeworfen. Die ausländischen schnellwachsenden Vorwaldbäume wurden angepflanzt, um kleinen darunter wachsenden Regenwaldbäumchen den benötigten Schatten zu spenden. Bereits im Dezember hatten die acht Waldarbeiter begonnen, gezielt Cassia-Bäume zu schlagen, um dadurch Platz für die natürlichen Baumarten zu schaffen. Diese Arbeit wurde ihnen jetzt so zu sagen von „Enawo“ abgenommen. Unvermeidlich wurden dabei auch wertvollere Regenwaldbäumchen beschädigt. Die Waldarbeiter arbeiten nun daran, die Sturmschäden zu beseitigen und die umgeworfenen Bäume zu Holzkohle zu verarbeiten. Die Holzkohle wird dann im Dorf verkauft und der Erlös wird wieder für das Aufforstungsprojekt verwendet. 

Beseitigung des Erdrutsches am Bibliotheksgebäude

Consequences of the cyclone „ENAWO“

The cyclone “ENAWO” was blowing with up to 290 kilometers per hour over Madagascar on 7 and 8 March. The storm caused big damage and flood. Nearly 80 people died and tens of thousands lost their houses.

On 7 March the storm hit the Madagascan coast north of the Masoala Peninsula and continued his way in southern direction until the capital Antananarivo. After that, the storm became less and less powerful and got downgraded.

The project area Anjahambe (Vavatenina) was also affected by this cyclone. Anjahambe is situated next to the river Manongory. The surface water of this river rose over its banks and damaged some houses.

The newly constructed library building weathered the storm without serious damage, same as the solar installation on the roof of the building. The house is situated on a steep hillside and we were not able to revegetate the area around it before the storm. Because of that, the responsible persons had some concerns about the subsoil. But there were no big problems with erosion. There was only a small landslide in the back of the building, but the soil is already removed.

Some “Cassia”-trees were uprooted by the cyclone in the reforestation area. These fast growing foreign trees have been planted to create the shadow, which the native trees need to grow. Already since December the eight forest workers have started to cut the “cassia” trees so that the native trees have more space. Now, “Enawo” kind off eased the workers workload. As an inevitable consequence, some precious rainforest trees got partly damaged too. The forest workers will produce charcoal out of the uprooted trees. The charcoal will be sold in the village, and the income will benefit the reforestation project.