Regenwälder benötigen, wie es der Name sagt, viel Feuchtigkeit. Diese finden sie in den niederschlagsreichen Gebieten beiderseits des Äquators (tropischer Regenwald) ebenso wie an den Küsten höherer Breiten, wenn sich dort ständig wasserreiche Ozeanwolken abregnen. Dabei dürfen die Temperaturen jedoch nicht allzu sehr sinken.

Regenwälder schaffen sich zu einem erheblichen Teil auch selbst ihr ausgeglichenes Klima. Sie sorgen mit ihrer Verdunstung gleichermaßen für ganzjährig günstige Bedingungen in ihrem Umfeld, z.B. für Ackerbau und Wasserwirtschaft.

Jedoch: von den ca. 17 Millionen Quadratkilometern Regenwäldern, die es in den 1950er Jahren weltweit gab, ist nur noch ein reichliches Drittel übriggeblieben. Und die Abholzungen gehen rasant weiter ...

 

• 1950: ca. 17 Mio. Quadratkilometer weltweit  = 50 x Landfläche Deutschlands (ca. 350.000 qkm)

   2000: weniger als 8 Mio. qkm

• erdgeschichtlich teilweise sehr alte Ökosysteme mit großer biologischer Vielfalt

(6 % der Landoberfäche der Erde, aber über 50 % aller bekannten Tier- und Pflanzenarten)

• hohes ökologisches Selbstregulationsvermögen, aber kaum wiederherstellbar, wenn einmal zerstört

Biodiversität:

• ca. 250.000 Blütenpflanzen weltweit bekannt, davon mehr als 150.000 in den Tropen

• > 50 % aller bekannten Tier- und Pflanzenarten

• ständig werden neue Arten entdeckt

• hohe Evolutionsrate

• hohe Artenfülle bei vergleichsweise geringer Individuenzahl pro Art (ausgenommen staatenbildende Insekten)

• hoher Anteil bekannter und (in der „zivilisierten“ Welt) noch nicht bekannter Nutzpflanzen